Eine Krise kann viele Ursachen haben. Die ersten Warnzeichen richtig zu deuten, ist eine anspruchsvolle unternehmerische Aufgabe. Um auch morgen noch im Wettbewerb bestehen zu können, bedarf es stabiler Finanzdaten genauso wie einer bewussten Unternehmensplanung, einem funktionierenden Controlling und einem erfolgreichen Marketing.

 

Ist ein Unternehmen in Schieflage geraten, so ist es für Kreditgeber schwierig zu beurteilen, wie gehandelt werden soll. Zunächst ist anhand einer Situationsanalyse zu klären, ob eine Sanierungschance überhaupt besteht. Hier ist auch das Geschäftsmodell des Unternehmens auf Rentabilität zu überprüfen.

 

Ausgehend von dieser Analyse ist eine außergerichtliche bzw. gerichtliche Sanierung (z.B. Insolvenzverfahren als Eigenverwaltung bzw. Schutzschirmverfahren) oder eine sogenannte Exit- Strategie zu verfolgen. Bei beiden Varianten sind die betriebswirtschaftlichen und rechtliche Kompetenzen von Fachleuten gefragt, die solche Prozesse bereits begleitet haben.

 

Bei außergerichtlichen Sanierungen wird von Geldgebern und Lieferanten meistens ein sogenanntes Sanierungsgutachten gefordert. Das Institut der Wirtschaftsprüfer e.V. (IDW) stellt die rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Anforderungen an ein solches Gutachten auf (Sanierungsgutachten IDW S6). Diese Standards werden von der Rechtsprechung anerkannt und schaffen daher Rechtssicherheit für alle Beteiligten.